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Bauliche Hygiene im Krankenhaus

Jährlich erkranken ca. 600.000 Patienten an einer nosokomialen Infektion, einer Krankheit, die erst im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus auftritt. Hierbei ist die hohe Anzahl an Krankenhausinfektionen von vielen Faktoren abhängig, u.a. von geeigneten baulich-funktionellen Voraussetzungen und betrieblichen Maßnahmen. Während also auf höherer Ebene die räumliche Anordnung an Abläufe unter dem Gesichtspunkt der Infektionsrisikominimierung angepasst und auch die technische Ausstattung optimiert werden können, ist die Materialauswahl auf kleinerer Ebene ein weiterer Faktor zur hygienisch optimalen Gestaltung.

Die in Krankenhäusern verwendeten Materialien sind einerseits typische Baustoffe, wie Putze, Mauerwerk, Trockenbaustoffe oder Wand- und Bodenbeläge, die wenig oder zumindest nur indirekt mit Personal und Patienten in Berührung kommen. Weitergehend sind dies aber auch Mobiliar, Armaturen und Garnituren von Fenstern, Türen oder im Sanitärbereich, die stets direkten Kontakt haben. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Einsatzort werden die Materialien bestimmten Umgebungsbedingungen zugeordnet und klassifiziert. Weiterhin sollen wesentliche Materialeigenschaften untersucht werden, die sehr wahrscheinlich über eine Besiedlung und Ausbreitung von Keimen auf Oberflächen entscheiden.

Hiermit wird das Ziel verfolgt Krankenhäuser durch eine geschickte Materialwahl hygienesicher zu gestalten und somit nosokomiale Infektionsraten zu senken.

Förderdauer: 26 Monate; Beginn: 01.09.2014

Förderträger: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Ansprechpartner: M. Sc. I. Dreßler

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