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Ermüdung von Spanngliedern im sofortigen Verbund

Spannbetonbauteile mit Spanngliedern im sofortigen Verbund werden u. a. bei Kranbahnträgern, Decken im Industriebau, Türmen von Windenergieanlagen, Masten oder Brücken eingesetzt, die starken dynamischen Beanspruchungen mit hohen Lastwechselzahlen unterliegen. Bei diesen Bauteilen kommt der Sicherstellung einer ausreichenden Ermüdungsfestigkeit eine maßgebende Bedeutung zu, wobei das Ermüdungsversagen des Spannstahls häufig maßgebend wird.

Im Rahmen vorausgegangener Forschungsvorhaben am iBMB, Fachgebiet Massivbau konnte festgestellt werden, dass sich die Ermüdungsfestigkeit von eingebauten Spanngliedern im sofortigen Verbund (insbesondere im Dauerfestigkeitsbereich) deutlich von der freischwingend geprüfter Spannstahlproben unterscheiden kann, wobei letztere die Grundlage für die normativen Wöhlerlinien (u. a. nach EC2 und MC10) bilden.

Im aktuellen Forschungsvorhaben soll daher das Ermüdungsverhalten von Spanngliedern im sofortigen Verbund grundlegend untersucht werden. Anhand experimenteller, theoretischer und numerischer Untersuchungen sollen unterschiedliche struktur- und systembedingte Einflussfaktoren und Schädigungsmechanismen festgestellt und quantifiziert werden, die sich aus den komplexen Vorgängen und Beanspruchungen beim Ermüdungsprozess von Spanngliedern im sofortigen Verbund ergeben und die Ermüdungsfestigkeit des Spannstahls beeinflussen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, auf Grundlage dieser Untersuchungen ein Modell zur Beschreibung des Ermüdungsverhaltens von Spanngliedern im sofortigen Verbund abzuleiten, dass die Auswirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren und Schädigungsmechanismen berücksichtigt.

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Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Förderdauer/Laufzeit: 2017 - 2020

Ansprechpartner: Jörn Remitz, M.Sc.

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