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Kompakthöchstspannungsmasten und -Traversen (KoHöMaT)

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer umwelt- und ressourcenschonenden Bauweise für Freileitungsmaste im Zuge von Höchstspannungsleitungen, die durch die kompakte Anordnung der Leiterseile zu einer wesentlichen Reduzierung der Trassenbreite und des erforderlichen Flächen- und Raumbedarfs führt. Es sollen technische Lösungen entwickelt werden, die den hohen Anspruch an die technische Sicherheit einer Höchstspannungsleitung gewährleisten. Ein weiteres Ziel ist, dass diese Bauweise zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten, die dem Niveau von bestehenden Gittermastbauweisen entsprechen, umsetzbar sein soll und zu geringen Lebenszykluskosten führt.

Das Verbundvorhaben gliedert sich in folgende Teilaufgaben:

TP1:   Entwurf einer Referenz-Freileitung und Bestimmung von Grundlagenparametern

TP2:   Entwicklung von Isoliertraversen

TP3:   Entwicklung einer optimierten UHPC-Rezeptur und Bestimmung der bemessungsrelevanten
          Materialparameter

TP4:   Untersuchungen zum Einfluss elektrischer, thermischer und mechanischer Belastung auf die
          Materialparameter sowie die elektrische Lebensdauer des bewehrten UHPC

TP5:   Untersuchungen zum Tragverhalten von Schleuderbeton-Höchstspannnungsmasten aus UHPC

TP6:   Untersuchungen zum Tragverhalten von Kompakthöchstspannungsmasten aus Stahl mit polygonalem
          Querschnitt

TP7:   Entwicklung von Verbindungs- und Fügetechniken für Kompakthöchstspannungsmasten 

TP8:   Sicherstellung des Transfers für eine Pilotanwendung 

Das iBMB, Fachgebiet Massivbau ist an den TP3, TP5, TP7 und TP8 beteiligt. Den Abschlussbericht des iBMB zum Verbundvorhaben können Sie hier herunterladen. Die Berichte der Projektpartner finden Sie hier unter dem Stichwort "KoHöMaT".

Verwertung der Forschungsergebnisse

Der Netzbetreiber TenneT lässt zwei 380-kV Trassenabschnitte (80 km) mit insgesamt 473 "KoHöMaT" bauen. Ab 2018 realisieren die Europoles GmbH & Co. KG aus Neumarkt i. d. Opf. in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Bauunternehmen Heijmans das rund 220 Millionen Euro teure Projekt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Projektträger: Forschungszentrum Jülich GmbH (PTJ)/Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Förderdauer/Laufzeit: 2013 - 2016

Ansprechpartner: Marcel Wichert, M.Sc. & Jörn Remitz, M.Sc.

Veröffentlichungen:

  • Remitz, J.; Wichert, M.; Empelmann, M.: Ultra-High Performance Spun Concrete Poles - Part I: Load-Bearing Behaviour. In: Proceedings of HPC/CIC 2017, Tromsø, Norway, 06.-08. March 2017
  • Wichert, M.; Remitz, J.; Empelmann, M.: Ultra-High Performance Spun Concrete Poles - Part II: Tests on Grouted Pole Joints. In: Proceedings of HPC/CIC 2017, Tromsø, Norway, 06.-08. March 2017
  • Remitz, J. Wichert, M.: Masten und Rohrprofile aus Schleuderbeton. In: Tagungsband zur 4. Jahrestagung mit 57. Forschungskolloquium des DAfStb, Braunschweig, 16.-17.11.2016.
  • Empelmann, M.; Remitz, J.; Wichert, M.; Kim, S.: Kompakthöchstspannungsmasten und -Traversen (KoHöMaT). Schlussbericht zum BMWi-Forschungsvorhaben 03ET7516D, iBMB, TU Braunschweig, 2016. (Link)
  • Remitz, J.; Wichert, M.; Empelmann, M.: Schleuderbetonmasten aus Hochleistungswerkstoffen - Teil 1: Materialverhalten des UHPSC. iBMB Kurzbericht aus der Forschung, 2016.
  • Remitz, J.; Kim, S.; Empelmann, M.: Schleuderbetonmasten aus Hochleistungswerkstoffen - Teil 2: Tragverhalten unter kombinierter Beanspruchung. iBMB Kurzbericht aus der Forschung, 2016
  • Wichert, M.; Kim, S.; Empelmann, M.: Schleuderbetonmasten aus Hochleistungswerkstoffen - Teil 3: Verbindungselemente von Mastsegmenten. iBMB Kurzbericht aus der Forschung, 2016.

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