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Numerische und experimentelle Untersuchungen von Polymerbrandlasten in kerntechnischen Anlagen zur Verbesserung der Prognosefähigkeit von Brandsimulationen

Brände von elektrischen Leitungsanlagen stellen ein sicherheitsrelevantes Gefährdungspotential für in Betrieb und im Rückbau befindliche Kernkraftwerke dar. Aufgrund von technischen Fehlfunktionen in der Form von Lichtbögenüberschlägen oder Kurzschlüssen geht von elektrischen Leitungsanlagen eine erhöhte Brandentstehungsgefahr aus. Darüber hinaus bergen Kabel aufgrund ihrer brennbaren Isolationsmaterialien die Gefahr einer Brandweiterleitung vom ursprünglichen Brandherd aus in angrenzende, räumlich abgetrennte Bereiche, da Kabel durch raumabschließende Bauteile hindurchgeführt werden.

Im Forschungsvorhaben "numerische und experimentelle Untersuchungen von Polymerbrandlasten in kerntechnischen Anlagen zur Verbesserung der Prognosefähigkeit von Brandsimulationen" (FKZ: 1501565) sollen anhand von klein- und mittelskaligen Brandversuchen Brandsimulationsmodelle für den Anwendungsfall "Kabelbrand" validiert werden. Darüber hinaus soll aufbauend auf vorliegenden Forschungsergebnissen ein bestehendes Submodell zur Berücksichtigung von Pyrolyseprozessen weiterentwickelt und für die Anwendung auf sicherheitsrelevante Brandszenarien, wie z.B. unterventilierte Brände, erweitert werden.

Dieses Forschungsvorhaben ergänzt das internationale Gemeinschaftsprojekt OECD/NEA PRISME 3, in welchem Großbrandversuche am Laboratoire d'expérimentation des feux des Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire in Cadarache geplant sind. Diese internationale Zusammenarbeit bietet die Möglichkeit, die derzeit national verfügbaren bzw. eingesetzten Verfahren mit auf anderen Ansätzen beruhenden Verfahren zu vergleichen. Hierdurch lässt sich die Aussagesicherheit der eigenen Verfahren besser beurteilen und eingrenzen.

 

 

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Projektträger: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vertreten durch die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH

Förderdauer/Laufzeit: 2018 – 2022

Ansprechpartner: Jens Spille, M.Sc.

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